Nun begann die eigentliche Herausforderung.
Das neue Fundament musste auf dem vorhandenen Betonboden des Wasserspeichers errichtet werden – vollständig unter Wasser.
Eine konventionelle Schalung kam unter diesen Bedingungen kaum infrage. Ausschalen unter Wasser wäre aufwendig gewesen, Stahl als dauerhaft verlorene Schalung brachte Korrosionsfragen mit sich, und leichte Kunststoffkonstruktionen hätten wiederum Probleme mit dem Auftrieb verursacht.
Die Lösung bestand deshalb aus vorgefertigten Stahlbetonelementen als verlorene Schalung.
Diese Elemente waren nur etwa 8 cm stark und wurden so dimensioniert, dass sie mit dem vorhandenen 7,5-t-Lkw mit Ladekran durch die Deckenöffnung abgesenkt werden konnten. Die etwa 5 Meter langen Fertigteile erhielten eine geometrische Eckausbildung, die ihnen bereits beim Versetzen eine hohe Eigenstabilität gab.
Die geringe Elementstärke verlangte eine genaue Abstimmung zwischen Gewicht, Transport, Kranleistung und späterer Beanspruchung.
Die einzelnen Fertigteile wurden über Falze und versetzte Stöße miteinander verbunden. Zusätzlich angeordnete Führungslaschen aus nichtrostendem Stahl erleichterten den Tauchern das Positionieren und Ausrichten.
Das war besonders wichtig, weil die Montage unter Wasser nicht mit den Bedingungen einer normalen Baustelle vergleichbar war: Was an Land mit wenigen Blicken und Handgriffen funktioniert, muss unter Wasser robust, eindeutig und weitgehend ertastbar konstruiert sein.